Liebe Tauchfreunde,

nach einer kurzen Sommerpause, freue ich mich Ihnen wieder von zwei äußerst Interessanten Reisen berichten zu können. Ich selber war nämlich mal wieder in Mexiko und unser Verkaufsleiter Rene Seifert war in der Türkei und kommt demnach in diesem Newsletter auch erstmalig „zu Wort“! Darüber hinaus haben wir zwei schöne und etwas außergewöhnliche Angebote für Sie, die Sie sich unbedingt anschauen sollten. Und los geht es, es gibt viel zu erzählen…

MEXIKO - PLAYA DEL CARMEN & COZUMEL

Anlaß (endlich) mal wieder auf die mexikanische Halbinsel Yucatan zu reisen war eine Journalistenreise, die wir für das Journalistenpaar Helmut & Barbara Corneli organisiert haben. Die beiden haben ja bereits einige Artikel über unsere Zielgebiete in der Zeitschrift "tauchen" veröffentlicht, zuletzt in der September 08 Ausgabe über Honduras. Und dieses Mal sollte es eben Mexiko mit seinen Highlights Playa del Carmen und den weltberühmten Cenoten (Süßwasserhöhlen), sowie die Insel Cozumel mit deren spektakulären Steilwänden sein.

Ein großer Vorteil sind die guten Flugverbindungen, was ich persönlich sehr zu schätzen weiß, nachdem ich zuletzt bei einer privaten Afrika-Reise eine recht beschwerliche Anreise hatte! Ein kleiner Exkurs sei gestattet, denn nicht nur dass die Airline, bei der ich einen innerafrikanischen Flug gebucht hatte, Pleite gegangen ist und ich, wie einige andere auch, aufgrund dessen kurzfristig ohne Flug dastand, musste ich zudem auch noch eine beschwerliche Flug- und Landtransportalternative in Kauf nehmen, bei dem zu allem Überfluß auch noch mein Gepäck verloren gegangen ist. So muss man eine Reise nicht unbedingt starten! Nach Mexiko bin ich auf jeden Fall sehr entspannt ganz einfach mit der Condor ab München über Frankfurt zu einem akzeptablen Preis problemfrei geflogen. Aufgrund der immer mehr steigenden Flugsteuern lohnt sich der Vergleich von Linien- und Charter-Airlines mehr und mehr bzw. diese Tatsache lässt Zielgebiete, die mit einem Charterflieger zu erreichen sind, wieder in einem preislichen schönen Glanz erscheinen.

Playa del Carmen

Viele verbinden Playa del Carmen vielleicht mit einem Touristenzentrum a la Varadero in Cuba oder Hurghada in Ägypten – dem ist aber nicht so! Denn es gilt zu differenzieren zwischen dem tatsächlich überdurchschnittlich überlaufenen Playacar und dem zwar auch aber in softem Maße touristischen Playa del Carmen. Playacar ist ein künstlicher Ableger der Stadt, etwas südlich gelegen und hier reihen sich tatsächlich Hotels an Hotels. Playa del Carmen selbst hingegen ist bis auf Teile des Strandes und der Fußgängerzone der 5ten Avenida (5te Querstraße vom Meer aus gesehen) recht normal. Also, meiner Meinung nach ist es dort recht angenehm, man hat nämlich alle Annehmlichkeiten wie gute Restaurants, einen schönen Strand und kleine, günstige Hotels (siehe unser Programm!), sowie eine super Tauchbasis direkt um die Ecke. Bei meiner Ankunft hat es zum Beispiel dummerweise geregnet und so konnte ich mich gemütlich in eines der netten Cafes setzen, mir ein paar noch warme Tortilla-Chips bestellen und ein wenig lesen. Urlaubsfeeling trotz schlechtem Wetter also!

Den ersten schönen Tag habe ich dann gleich genutzt, um, wie die Male davor auch schon, den beeindruckenden Tempel von Tulum zu besichtigen. Der Nachteil an diesem Ausflug ist allerdings, dass man sehr früh aufstehen muss, um den ganzen Touristenhorden aus Playacar und Cancun zu entkommen. Aber so war ich vor Ort, als die Wärter quasi aufgesperrt haben und konnte die immer wieder wundervolle Atmosphäre der Anlage in Ruhe genießen. Tulum ist der einzige Maya-Tempel direkt am Meer und genießt daher natürlich einen gewissen Sonderstatus! Postkartenmotive gibt es hier für Fotografen ohne Ende… Ein sehr lohnenswerter Ausflug! Die anderen beiden Tempelanlagen in der Umgebung, Coba und Citchen Itza, habe ich dieses Mal herausgelassen, da ich sie zum einen schon kenne und zum anderen das Wetter leider schon wieder schlechter wurde… Dennoch für alle tauchenden Ausflugsfans bleibt festzuhalten, hier kann man tolle Besichtigungen machen, und zwar zu richtig spektakulären Orten! Coba ist eine beeindruckende Pyramide, die man immer erklimmen kann, und Citchen Itza ist einer der mystischsten Maya-Orte mit einer faszinierenden Umgebung. Unbedingt sehens- und erlebenswert!

Playa del Carmen

 

Strand Playa del Carmen
   
Citchen Itza
Tulum

So, dann aber zum Tauchen! Zunächst einmal ist zu erwähnen, dass wir seit Jahren hier einen sehr verlässlichen Partner vor Ort in der Schweizer Tauchbasis Go Cenotes haben. Dies ist sehr wichtig, schließlich ist das Tauchen hier in den Cenoten, DER Besonderheit der Region, schon etwas anderes als „bloß im Meer zu tauchen“. Cenoten sind Süßwasserhöhlen, die ein unbeschreibliches Tunnelsystem mit Stalaktiten und Stalagmiten im Landesinneren über viele Jahre hinweg entstehen haben lassen. Das Außergewöhnliche ist zum einen das Süßwasser, was einem tatsächlich ein anderes Tauchgefühl ermöglicht und zum anderen die unendlichen Sichtweiten! Da das Wasser ja steht ist es glasklar und trotz der Dunkelheit, die in einem solchen Höhlensystem herrscht, meint man ins Endlose schauen zu können. Wenn dann noch Durchbrüche Lichtstrahlen hineinlassen ist das Spektakel perfekt…

Begonnen wird ein solcher Cenoten-Tauchgang allerdings mit einem ausführlichen und gut verständlichen Briefing. Dies möchte ich nicht unerwähnt lassen, denn schließlich kann man schon mal kalte Füße bei einem solchen Höhlentauchgang bekommen! Ich bin kein Angsthase, aber auch kein Indiana Jones und kann daher ein gewisse „Grundnervosität und Skepsis“ beim ersten Tauchgang nicht verleugnen. Wenn man es aber einmal ausprobiert und erlebt hat, will man aber fast garantiert sofort wieder ins Wasser! Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl… Extra für unseren Fotografen Helmut Corneli wurden die Cenoten von den Tauchguides sehr schön ausgeleuchtet, weshalb hier tolle Bilder entstanden sind. Diese, sowie eine genaue Erklärung wie die Cenoten entstanden und zu betauchen sind, finden Sie auf unserer Homepage unter dem Punkt Tauchplätze bei einem Playa del Carmen-Hotel. Wirklich, das sollten Sie sich mal anschauen, dann verstehen Sie meine oben beschriebenen Erlebnisse…

Cenotentauchgänge

 
   
 
 

Cozumel

Das zweite taucherische Highlight wartet eine einstündige Fährfahrt entfernt, nämlich die Insel Cozumel. Sicherlich Vielen bereits ein Begriff - zu Recht, denn die Steilwände der Südwestseite sind in der Karibischen Taucherskala ganz weit oben anzusiedeln. Wenn man taucherisch die Cenoten gegen die Steilwände eintauscht sind beide Destination sehr gut vergleichbar. Die Hauptstadt San Miguel erwacht nur dann richtig zum Leben wenn ein Kreuzfahrtschiff anlegt, dazwischen ist es ein ganz normales Städtchen mit Touristen. Klar, auch hier gibt es Shoppingläden, aber ganz und gar nicht aufdringlich, man muss einfach alternativ zur Uferpromenade mal eine Querstraße weiter durch die Gassen bummeln. Ohnehin ist man hier zum Tauchen und bekommt so im Fall der Fälle von den Kreuzfahrtgästen nur begrenzt etwas mit. Denn auf Cozumel werden taucherische Tagesausflüge durchgeführt, das heißt man fährt morgens mit dem baseneigenen Tauchboot (keine Selbstverständlichkeit auf Cozumel – viele Tauchbasis buchen ihre Gäste bei anderen Basen zu!) hinaus, absolviert zwei Tauchgänge und kommt am Nachmittag wieder zurück. Dazwischen gibt es ein leckeres Mittagessen, sowie eine anständige Siesta entweder am Strand oder auf dem großen Sonnendeck des komfortablen Tauchbootes Galileo. Ich bin was das Mittagessen auf Tauchbooten betrifft ehrlich gesagt immer sehr skeptisch, aber hier werde sogar ich zufrieden gestellt…

Natürlich präsentiert uns die Basis voller Stolz gleich zu Beginn den Top-Tauchplatz, nämlich das „Palancar Reef“. Das Wetter ist gut, die Sonne scheint, da kann man besonders schöne Fotos machen! Und wie auf Wunsch erscheinen gleich beim Abtauchen zwei Schildkröten, sowie eine Gruppe Adlerrochen… Nicht schlecht! Dabei sind bei dem Tauchplatz eigentlich gar nicht mal die Fische das Besondere - wenngleich wir uns natürlich immer über sie freuen -, sondern eher die Beschaffenheit des Riffs! Kaum hat man den einen Torbogen passiert, kommt schon die nächste Höhle oder eine schluchtenähnliche Felsanordnung. Dazu ist das Reef sensationell bewachsen, so dass man gerne auch mal länger an einem Ort verweilen könnte. Fotografen werden hier immer ihre helle Freude haben! So und ähnlich sind aber fast alle Tauchplätze rund um Cozumel, weshalb das Tauchen garantiert nie langweilig wird. Ich war jetzt das dritte Mal auf Cozumel und hatte jedes Mal wieder Spaß dran, das Gesehene in mein Logbuch einzutragen.

Eine kleine Besonderheit am Rande für Autofans, Cozumel ist nämlich bekannt für seine Käfer-Mietwägen! Wer sich hier also mal einen Tag auf eigene Faust auf Inselerkundung machen will, sollte sich unbedingt ein solches Gefährt in Cabrio besorgen. Es macht einfach Spaß in dieser Rarität den karibischen Wind im Gesicht zu genießen…

Cozumel

Tauchboot Galileo
   
Tauchplatz Cozumel
Käferausflug

Generelles / Angebot

Ich möchte noch ein paar Tipps in eigener Sache an dieser Stelle unterbringen, und zwar lassen sich diese beiden Zielgebiete sehr gut und einfach kombinieren! Diese Frage ist bei einigen Anfragen in letzter Zeit aufgetaucht, weshalb ich sie hier mal grundlegend beantworten möchte. Man kann zum einen beide in der Art und Weise kombinieren, dass man beispielweise eine Woche in Playa del Carmen und eine Woche auf Cozumel bleibt oder aber es besteht zum anderen auch die Möglichkeit zwei Wochen in Playa del Carmen zu bleiben und auf Cozumel zu tauchen und umgekehrt! Unsere beiden Vertragsbasen vor Ort kooperieren, so dass alle Varianten wunschgemäß machbar sind.

Da man speziell von Playa del Carmen aus „zwingend“ einen Tagesausflug machen sollte, um ben erwähnte Maya-Stätten zu besuchen, würden wir Ihnen gerne ein schönes Angebot unterbreiten! Und zwar schenken wir Ihnen bei Buchung eines Tauchpakets „All of Yucatan“, welches 2 Tauchgänge in Playa del Carmen, 2 Tauchgänge vor der Top-Taucher-Insel Cozumel (ohne Bootsfähre) und 2 Cenoten (Süßwasserhöhlen)-Tauchgänge beinhaltet, einen Mietwagen für einen Tag dazu. So rechtfertigt sich der Name „All-of-Yucatan“ noch mehr! Dieses Angebot besitzt Gültigkeit bei Buchung eines Pauschalpakets inkl. Flug und Hotel bis zum 31.12.08.

Und schließlich erscheint in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift unterwasser (11/08) ein Mittelamerika-Maya-Special, welches zum einen Mexiko, zum anderen aber auch Honduras beschreiben wird. Die Honduras-Story wurde von uns organisiert! Dies nur als Hinweis, sollte Ihnen diese Region besonders gut gefallen. UND der Artikel der Cornelis, der mich überhaupt wieder nach Mexiko reisen ließ, wird in der Ausgabe 3/09 der Zeitschrift tauchen erscheinen.

So, und nun folgend die Premiere in Sachen Reisebericht von unserem Herr Seifert, der im September die Türkei lieben gelernt hat!

TÜRKEI - ADRASAN & KAS

Wie von Jan Thies schon angekündigt, möchte ich Ihnen gerne ein paar Eindrücke von meiner Reise in die Türkei schildern. Für mich war es der erste Besuch überhaupt in der Türkei und, das kann ich jetzt schon sagen, mit Sicherheit auch nicht mein letzter.

Adrasan

Generell

Bei meiner Ankunft am Flughafen in Antalya wartete schon ein Fahrer auf mich, der mich zu meinem ersten Ziel auf meiner Reise, nach Adrasan, bringen sollte, einen kleinen Ort südlich von Antalya mit ungefähr 2.000 Einwohnern. Die zweistündige Fahrt führte uns entlang der Küste der Türkischen Riviera an vielen kleinen Badebuchten vorbei, in die Berge hinein und wieder hinunter Richtung Küste – wunderschön! Der Ausblick von den Bergen auf die traumhafte schön gelegene Bucht von Adrasan, die von markanten Berghängen im Norden und Süden begrenzt wird, ist alleine die Fahrt schon wert. Adrasan selber hat einen kleinen Ortskern, der ca. 2 km vom Strand entfernt liegt, während man am Sandstrand hauptsächlich kleine Pensionen, Hotels und Restaurants findet. Im Hotel Atici, in dem sich auch die Tauchbasis befindet, wurde ich auch gleich herzlich von Mediha, die die Tauchbasis zusammen mit Ihrem deutschen Ehemann Holger betreibt, begrüßt. Durch die Herzlichkeit mit der ich von Ihr und dem Hotelpersonal empfangen wurde, fühlte ich mich gleich sehr wohl. Das ist auch der große Pluspunkt von Adrasan! Dadurch, dass hier alles sehr klein gehalten ist, ist alles sehr familiär und man kann hier Ruhe und Erholung finden. Anders herum ist der Ort dann natürlich nicht gerade für Nachtschwärmer geeignet, für die dann aber der zweite Teil meines Berichtes interessant wird. Zurück zu Adrasan, um das familiäre so ein bisschen zu Beschreiben, Holger und Mediha kümmern sich wirklich rührend um Ihre Taucher. Das endet nicht mit dem Abschließen der Tauchbasis am Abend, nein, oft verbringen beide auch die Abende mit den Tauchern beim Essen in einem der vielen Restaurants in der Bucht. Ein besonders schönes Ambiente bieten dabei die Restaurants, die sich in einem Flusslauf am Nordende der Bucht befinden. Einmal die Woche wird sogar ein kleiner Ausflug abends zum „Brennenden Berg“ mit anschließenden Abendessen in einem Fischrestaurant organisiert, das seine eigene Forellenzucht besitzt. Diese sollte man unbedingt probieren, wenn man nicht schon zu viel von den üppigen Vorspeisetellern gegessen hat, die zahlreich bei unserer Ankunft aufgetischt waren. Falls also dieser Ausflug angeboten wird, sollten Sie unbedingt teilnehmen. Der „Brennende Berg“ ist übrigens ein Berghang, an dessen Flanke es viele kleine Öffnungen gibt, an denen ständig brennende Gase aus dem Erdinneren ausströmen. Zugegeben, der Aufstieg zu diesem Berghang ist recht beschwerlich mit seinen vielen Treppen (festes Schuhwerk!), aber der Blick in Richtung Meer in der Abendstimmung entschädigt dafür.

Tauchen

Aber auch unter Wasser hat Adrasan einiges zu bieten. Die Tauchausfahrten (je nach Bedarf 2-4 pro Tag!) werden in bewusst klein gehaltenen Gruppen mit dem Tauchboot, das maximal 12 Tauchern Platz bietet, durchgeführt. Darüber hinaus werden auch noch Tagesausfahrten angeboten. Unter Wasser setzt sich eigentlich die Berglandschaft der Umgebung mit vielen Felsen und Steilwänden, die durch Canyons und Höhlen unterbrochen sind, fort. 2 Tauchplätze haben es mir bei meinem Besuch besonders angetan - die „Feldermaushöhle“ und die „Lauchinsel“:

Die Fledermaushöhle befindet sich am nördlichen Berghang der Bucht. Der Eingang der Höhle ist auf ca. 15 Metern, der Ausgang bei 5 Metern. Im Inneren der Höhle kann man auftauchen und die vielen Fledermäuse - die Namensgeber quasi - in der Höhle bewundern. Wenn man großes Glück hat, kann man hier eine Mönchsrobbe antreffen! Leider war mir die Begegnung mit der Robbe nicht vergönnt und musste mich so mit Erzählungen einer Gruppe zufrieden geben, die 2 Tage vorher das Glück hatte.

Die Lauchinsel ist eine kleine Insel am Rande der Bucht zum offenen Meer hin. Durch die oft dort auftretende Strömung ist dieser Platz, eine Steilwand, überraschend fischreich für das Mittelmeer. Man kann alleine schon an einem strömungsgeschützten Bereich einige Zeit kniend verbringen und das Treiben an der Steilwand beobachten. Wenn man sich dann die Wand entlang treiben lässt, kommt man auf 25 Metern an einer großen Grotte vorbei, in die man unbedingt hineinschauen sollte, da die Wände sehr schön bewachsen sind. Den Eingang der Grotte kann man kaum verfehlen, nicht nur wegen Ihrer Größe, sondern auch wegen der großen Türkei-Fahne, die über dem Eingang hängt. Ja, Sie haben richtig gelesen! Ich habe auch zweimal hinschauen müssen. Osman, Tauchlehrer und Neffe von Mediha, hat diese Fahne während der diesjährigen Fußball-EM dort platziert. Zu guter Letzt hat uns, als wir wieder aus der Grotte herauskamen, noch ein schöner Schwarm Makrelen an der Steilwand empfangen. Alles in Allem ein wirklich sehr schöner Tauchplatz!

Unterkünfte

Ich möchte auch noch etwas zu den Hotels sagen, die wir in unserem Programm anbieten. Wie schon gesagt, gibt es in der Bucht viele kleine Hotels und Pensionen, wobei viele recht einfach und schnörkellos sind. Das macht aber unter Anderem auch den ursprünglichen Charme Adrasans aus! Das Hotel Atici, dem wie bereits erklärt die Tauchbasis angeschlossen ist, hat nur 10 Zimmer in einem Haupthaus und 5 Bungalows im Garten, die alle recht zweckmäßig eingerichtet sind. Viele Stammgäste der Tauchbasis sind auch Stammgäste dieses Hotels! Das Restaurant im Hotel ist übrigens auch eines der besseren in der Bucht mit sehr gutem Essen zu günstigen Preisen. Wer es ein klein wenig komfortabler mit z. B. Pool möchte, ist im Hotel Arkadas gut aufgehoben, dass ebenfalls nicht weit von der Tauchbasis entfernt liegt. Das Hotel wird von einer Türkischen Familie geführt, die auch selber im Hotel über dem Restaurant wohnt. Dem anspruchsvolleren Urlauber möchte ich gerne das Hotel Ottoman Palace empfehlen. Das Hotel ist eines der schönsten in der Bucht und bietet sehr große Zimmer, die sich in einem 2-stöckigen Gebäude um einen wunderschön gestalteten Innenhof befinden. Der Transfer zur Tauchbasis wird von Holger und Mediha organisiert.

Adrasan

Hotel Arkadas
   
Hotel Atici
Hotel Ottoman Palace

Leider musste ich diesen idyllischen Ort nach nur wenigen Tagen wieder verlassen,
ABER ich komme wieder - garantiert.

Kas

Generell

Mein Weg führte dann eine Stunde weiter, jetzt die Lykische Küste entlang, durch die Berge Richtung meines nächsten Ziels Kas. Auch diese Strecke ist sehr sehenswert, denn wie schon bei Adrasan fährt man auch hier von den Bergen herunter in die Bucht von Kas mit einem traumhaften Ausblick auf den Ort und das Meer. Der Ort ist im Vergleich zu dem ruhigen und beschaulichen Adrasan eine regelrecht quirlige, touristisch sehr gut erschlossene Kleinstadt mit 8.000 Einwohnern. Die Tauchbasis befindet sich direkt am Meer unterhalb des Hotels Ferah mit Zugang zu den Badeplateaus. Das Hotel Hera aus unserem Programm liegt in der gleichen Straße nur 200 Meter von der Tauchbasis entfernt. Als ich ankam, sind gerade die Taucher von ihrem Nachmittags-Tauchgang zurückgekehrt und versammelten sich am Treffpunkt für alle nach dem Tauchen an der Bar des Hotels Ferah. Dort tauscht man sich über das Erlebte aus, schreibt seine Einträge in die Logbücher, trägt sich in die Bootslisten für den nächsten Tag ein und trifft die Verabredungen für den Abend. Selbst wenn man alleine unterwegs ist, findet man hier immer schnell Anschluss. Kas bietet nämlich ein recht reges Nachtleben und demnach einiges für Nachtschwärmer. ABER, auch wenn die Hotels nur unweit des Stadtkerns liegen, ist es dort doch sehr ruhig. Gleich am ersten Abend habe ich mich einer Gruppe von Tauchern angeschlossen, die zusammen mit Levent, dem Basenleiter, der auch jeden Tag nach dem Tauchen mit seinen Guides an der Bar des Hotels Ferah zu finden ist, den Ort erkundet haben. Ich kann gar nicht genug betonen, was für ein schöner Ort Kas ist. Es gibt so viele kleine, verwinkelte Gassen im Stadtzentrum mit unzähligen Bars und Restaurants in alten wunderschön renovierten Häusern. Ich bin oft nur staunend durch die Straßen gelaufen, so beeindruckt war ich von dem mediterranen Flair, den diese kleine Stadt ausstrahlt.

Tauchen

Die Tauchbasis ist sehr gut organisiert, was auch notwendig ist, bei der Vielzahl von Tauchern, die Kas besuchen. Trotz der wesentlich größeren Zahl an Tauchern als in Adrasan herrscht auch hier eine familiäre Stimmung. Die Tauchausfahrten werden mit einem sehr großen Boot durchgeführt, dass bis zu 35 Tauchern plus Guides Platz bietet. Getaucht wird in Gruppen von maximal 8 Tauchern, die zeitlich versetzt ins Wasser springen. Gruppen, die schon öfter in Kas waren (was durchaus keine Seltenheit ist) und die Tauchplätze kennen, können auch alleine ohne Guide Ihre Runden unter Wasser drehen. Die Tauchplätze sind von der zerklüfteten Unterwasserlandschaft her mit den vielen Steilwänden, Höhlen und Canyons vergleichbar mit denen bei Adrasan. Vor Kas findet man aber durch die vielen kleinen Inseln und Untiefen auch Reste vieler Wracks aus längst vergangenen Zeiten. Hier kann man teilweise sehr schöne Felder mit Bruchstücken und teilweise auch vollständig erhaltenen Amphoren sehen. Ich habe zwar nur einige Tauchgänge machen können, aber die Steilwand des Platzes „Gürmenli Ada“, die Höhle am Tauchplatz „Tunnel“ und der Canyon am gleichnamigen Platz sind mir besonders in Erinnerung geblieben. Und Kas hat noch viel mehr interessante Tauchplätze zu bieten, aber die muss ich mir dann für das nächste Mal vornehmen.

Unterkünfte

Man sollte sich zudem auch Zeit für die Umgebung von Kas nehmen, die ebenfalls sehr viel an Ausflugsmöglichkeiten zu bieten hat. Ich habe mich allerdings weitestgehend auf das Tauchen und die Hotels konzentriert, so dass ich dafür kaum Zeit hatte. Aber Levent und Arzu, die gute Seele im Büro, können da viele Tipps geben. Um noch etwas zu den Hotels zu sagen - das Hotel Ferah liegt, wie bereits erwähnt, direkt über den Räumen der Tauchbasis. Es ist ein kleines, einfaches aber familiär geführtes Hotel, das bei den Stammgästen von Kas Diving sehr beliebt ist. In Kas bieten wir selbstverständlich ebenfalls für den anspruchsvolleren Urlauber mit dem Hotel Hera ein sehr komfortables Haus an, das nur 200 Meter von der Basis entfernt liegt. Das Hotel, mit seiner von großen Säulen geprägten Front, bietet ein sehr schönes Ambiente mit einer hübschen Terrasse mit Pool und Blick auf das Meer und schön eingerichteten Zimmern. Auf dieser Terrasse am Pool wird auch das Abendessen serviert, wenn man Halbpension gebucht hat.

Hotels Ferah und Hera, Hafen Kas

Nun bin ich doch überrascht, wie umfangreich mein Bericht geworden ist, da ich ja verhältnismäßig nur wenig Zeit hatte, um die Eindrücke zu sammeln, aber daran erkennen Sie, wie gut es mir gefallen hat. Ich hoffe, Sie hatten Spaß beim Lesen und ich habe Ihr Interesse an diesem schönen Land mit seinen sehr netten Menschen geweckt.

Rene Seifert

ANGEBOT BONAIRE – 6 TAGE UNLIMITIERTES TAUCHEN FÜR 10 EURO

So, und zum Abschluss haben wir noch ein Karibik-Angebot für Sie, was sich komisch liest, aber keine Haken hat. Wir bieten Ihnen 6 Tage unlimitiertes Tauchen für nur € 10,-- an! Das Angebot gilt in der Zeit 16.03.-30.04.09 (ausgenommen die Osterferien – 06.04.-16.04.09) in Verbindung mit einer Pauschalreise in die Hotels Captain Don’s Habitat oder Lagoen Hill.

Genaueres finden Sie auf unserer Homepage unter www.nautilus-tauchreisen.de!

Die Hotels Captain Don’s Habitat und Lagoen Hill,
sowie der Tauchplatz Town Pier auf Bonaire

So und damit wären wir (endlich) am Ende angelegt, zugegebenermaßen war es dieses Mal besonders viel Text, aber ich hoffe unsere beiden Erzählungen haben Ihnen gefallen! Ich wünsche Ihnen ein schönes verlängertes Wochenende und einen goldenen Herbst. Vielleicht kehrt die Sonne ja doch noch einmal zurück…

Sollten Sie (kritische) Anmerkungen, Fragen oder Ähnliches haben, freue ich mich über jedes Feedback. Der nächste Newsletter wird vermutlich über Gruppenreisen handeln, die wir derzeit ausarbeiten. Sollten Sie hierzu eine Meinung oder einen Wunsch haben, würden Sie uns und mir bei der Planung sehr helfen…

In der Zwischenzeit lassen Sie es sich gut gehen!

Herzliche Grüße
Ihr / Euer

Jan Thies
Geschäftsführer


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